Herzfrequenz Rechner: Pulszonen fürs Training
Dieser Herzfrequenz Rechner macht aus Ihrem Alter oder einem gemessenen Maximalpuls fünf Trainingszonen in Schlägen pro Minute (bpm). Sie können die Formel von Tanaka nutzen, die voreingestellt ist, oder die klassische Regel 220 − Alter. Geben Sie zusätzlich Ihren Ruhepuls ein, rechnet der Rechner nach der Karvonen-Methode und berücksichtigt so Ihren Trainingszustand. Die Zonen sind Richtwerte für die Trainingsplanung, keine medizinischen Zielwerte.
Aktualisiert
Ergebnis
- Methode
- Herzfrequenzreserve (bpm)Erscheint, wenn Sie den Ruhepuls eingeben
- Zone 2 von (bpm)60 %
- Zone 2 bis (bpm)70 %
- Zone 4 von (bpm)80 %
- Zone 4 bis (bpm)90 %
| Zone | Von (%) | Bis (%) | Von (bpm) | Bis (bpm) |
|---|
Die Ergebnisse sind Schätzungen. Die Methodik finden Sie weiter unten.
So nutzen Sie den Rechner
- Geben Sie Ihr Alter in Jahren ein.
- Wählen Sie, wie der Maximalpuls bestimmt wird: Tanaka (208 − 0,7 × Alter), Fox (220 − Alter) oder gemessen, wenn Sie Ihren echten Maximalpuls aus einer Belastungsuntersuchung kennen. Das Alter wird auch dann abgefragt, aber nicht verwendet.
- Optional: Tragen Sie Ihren Ruhepuls ein, gemessen in Ruhe im Sitzen, nicht direkt nach Kaffee oder Anstrengung. Er muss mehr als 20 bpm unter dem Maximalpuls liegen.
- Sie sehen den Maximalpuls, die Methode, die Herzfrequenzreserve (nur mit Ruhepuls) sowie die Grenzen von Zone 2 und Zone 4. Die Tabelle zeigt alle fünf Zonen.
So wird gerechnet
Maximalpuls
- Tanaka: 208 − 0,7 × Alter. Tanaka, Monahan und Seals (2001) leiteten die Formel aus einer Metaanalyse von 351 Studien mit 18.712 Personen ab und prüften sie im Labor an 514 gesunden Erwachsenen. Die Regressionsgerade unterschied sich weder zwischen Männern und Frauen noch nach dem Grad der körperlichen Aktivität.
- Fox: 220 − Alter, die bekannteste Faustregel. Laut Tanakas Team überschätzt sie den Maximalpuls junger Erwachsener und unterschätzt ihn bei Älteren; bei 40 Jahren treffen sich beide Formeln.
- Gemessen: Ihr eigener Wert, unverändert.
Zonen
Ohne Ruhepuls ist jede Zonengrenze ein Prozentsatz des Maximalpulses: Puls = Max × %. Mit Ruhepuls gilt die Karvonen-Methode: Herzfrequenzreserve = Max − Ruhepuls und Puls = Ruhepuls + % × Reserve. Die Werte werden auf ganze Schläge gerundet.
| Zone | Bereich | Belastung und typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 1 | 50–60 % | Sehr leicht: Aufwärmen, Regeneration |
| 2 | 60–70 % | Leicht: lange, ruhige Grundlageneinheiten |
| 3 | 70–80 % | Moderat: zügiges Ausdauertraining |
| 4 | 80–90 % | Hart: Schwellen- und Tempotraining |
| 5 | 90–100 % | Maximal: kurze Intervalle |
Namen und Grenzen der Zonen unterscheiden sich je nach Trainer, Verband und Pulsuhr-Hersteller; verstehen Sie sie als Orientierung.
Beispiele
50 Jahre: Fox oder Tanaka
Fox ergibt einen Maximalpuls von 170 bpm, Tanaka 173 bpm. Zone 2 liegt bei 102–119 bpm (Fox) bzw. 104–121 bpm (Tanaka).
50 Jahre, Fox, Ruhepuls 60 bpm (Karvonen)
Die Herzfrequenzreserve beträgt 110 bpm. Die fünf Zonen: 115–126, 126–137, 137–148, 148–159 und 159–170 bpm. Zone 2 steigt damit auf 126–137 bpm, weil jede Zone beim Ruhepuls beginnt statt bei null.
40 Jahre, Tanaka
Maximalpuls 180 bpm, Zone 2 bei 108–126 bpm, Zone 4 bei 144–162 bpm. Fox liefert hier ebenfalls 180 bpm.
Pulszonen sicher nutzen
Jede Formel beschreibt einen Durchschnittsmenschen Ihres Alters; Ihr tatsächlicher Maximalpuls kann darüber oder darunter liegen. Zur Orientierung: Die American Heart Association ordnet moderate Belastung bei etwa 50–70 % und intensive bei etwa 70–85 % des Maximalpulses ein (Prozent vom Maximalpuls, nicht von der Reserve).
- Ärztlicher Check-up: Die Deutsche Herzstiftung rät Sporteinsteigern, sich vor der ersten Trainingseinheit ärztlich durchchecken zu lassen, ausdrücklich jedem Untrainierten über 45 Jahren. Für Herzkranke ist die Untersuchung ein absolutes Muss; sie sollten ihren optimalen Trainingspuls mit dem Kardiologen festlegen.
- Medikamente: Betablocker verlangsamen den Herzschlag. Altersbasierte Zonen passen dann nicht; Ärztinnen und Ärzte bestimmen den Zielpuls zum Beispiel mit einem Belastungstest.
- Warnzeichen: Bei Brustschmerz, ungewöhnlicher Atemnot oder Schwindel brechen Sie das Training ab und lassen sich ärztlich untersuchen.
- Körpergefühl: Laut Herzstiftung sollten Einsteiger ins Schwitzen und etwas außer Atem kommen, sich aber noch unterhalten können.
Häufige Fragen
Was ist ein guter Trainingspuls für Zone 2?
Hier entspricht Zone 2 60–70 % des Maximalpulses. Mit 40 Jahren und Tanaka sind das 108–126 bpm; mit Ruhepuls fällt der Bereich höher aus.
Welche Formel für den Maximalpuls ist genauer?
Tanaka stützt sich auf deutlich mehr Daten als 220 − Alter und korrigiert deren Verzerrung bei Jüngeren und Älteren. Beide bleiben Durchschnittswerte; am verlässlichsten ist ein in einer ärztlich begleiteten Belastungsuntersuchung gemessener Wert.
Welcher Ruhepuls ist normal?
Nach der American Heart Association gelten 60 bis 100 Schläge pro Minute für die meisten Erwachsenen als normal. Liegt Ihr Wert häufig außerhalb, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Karvonen oder Prozent vom Maximalpuls?
Karvonen bezieht den Ruhepuls ein: Zwei Gleichaltrige mit unterschiedlicher Fitness erhalten verschiedene Zonen. Prozent vom Maximalpuls ist einfacher. Bleiben Sie bei einer Methode.
Wie viel Ausdauertraining wird empfohlen?
Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt mindestens 30 Minuten an fünf Tagen pro Woche, besser täglich. Die WHO nennt 150 bis 300 Minuten moderate oder 75 bis 150 Minuten intensive Bewegung pro Woche.
Quellen
- Tanaka H, Monahan KD, Seals DR — Age-predicted maximal heart rate revisited (J Am Coll Cardiol, 2001)
- Deutsche Herzstiftung — Ausdauer für Einsteiger: Was Sie wissen müssen
- American Heart Association — Target Heart Rates Chart (englisch)
- American Heart Association — How do beta blocker drugs affect exercise? (englisch)
- Cleveland Clinic — Heart Rate Reserve, Karvonen-Methode (englisch)
Dieser Rechner liefert allgemeine Schätzwerte für gesunde Erwachsene und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Herzerkrankungen, pulssenkenden Medikamenten oder Beschwerden unter Belastung sprechen Sie vor dem Training mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.