Zinseszinsrechner
Mit diesem Zinseszinsrechner sehen Sie, wie ein Startkapital und eine monatliche Sparrate über die Jahre wachsen. Geben Sie den jährlichen Zinssatz ein und wählen Sie, wie oft Zinsen gutgeschrieben werden. Sie erhalten das Endkapital, Ihre Einzahlungen, die erwirtschafteten Zinsen, den effektiven Jahreszins und auf Wunsch den Wert in heutiger Kaufkraft.
Aktualisiert
Ergebnis
- Eingezahlt gesamtStartkapital plus alle Sparraten
- Zinsen gesamt
- Effektiver JahreszinsJahreszins inklusive Zinseszins
- Endkapital in heutiger KaufkraftUm die angegebene Inflation bereinigt
| Jahr | Eingezahlt | Zinsen kumuliert | Kapital |
|---|
Die Ergebnisse sind Schätzungen. Die Methodik finden Sie weiter unten.
So nutzen Sie den Rechner
- Startkapital: der Betrag, den Sie heute anlegen. Auch 0 € ist möglich, wenn Sie nur monatlich sparen.
- Monatliche Sparrate: der Betrag, der jeden Monat hinzukommt, etwa per Dauerauftrag oder ETF-Sparplan.
- Zinssatz pro Jahr: der nominale Jahreszins von Tagesgeld oder Festgeld bzw. die durchschnittliche Rendite, die Sie erwarten.
- Laufzeit: die Anlagedauer in Jahren.
- Zinsperiode: wie oft Zinsen dem Guthaben gutgeschrieben werden – jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich oder täglich.
- Erweiterte Optionen: Einzahlung zum Monatsanfang oder -ende sowie eine erwartete Inflationsrate.
Tabelle und Diagramm zeigen für jedes Jahr, wie viel Sie eingezahlt haben und wie viel aus Zinsen stammt.
So wird der Zinseszins berechnet
Für eine Einmalanlage gilt die bekannte Zinseszinsformel:
K = K0 × (1 + p/n)^(n × t)
Dabei ist K0 das Startkapital, p der nominale Jahreszins als Dezimalzahl, n die Zahl der Zinsgutschriften pro Jahr (1, 2, 4, 12 oder 365) und t die Laufzeit in Jahren.
Weil die Sparrate monatlich fließt, rechnet der Rechner Monat für Monat. Dazu wird der Jahreszins in einen gleichwertigen Monatsfaktor f = (1 + p/n)^(n/12) umgerechnet, der genau dasselbe Wachstum ergibt wie die gewählte Zinsperiode. Jeden Monat wird das Guthaben mit f multipliziert; die Sparrate kommt am Monatsende (Standard) oder am Monatsanfang vor der Verzinsung hinzu. Bei Zahlung am Monatsende entspricht das dem Endwert einer Sparrate:
E = R × (f^(12t) − 1) / (f − 1)
mit R als monatlicher Rate; bei Zahlung zum Monatsanfang wird das Ergebnis mit f multipliziert.
- Effektiver Jahreszins = f^12 − 1.
- Endkapital in heutiger Kaufkraft = Endkapital ÷ (1 + Inflation)^t.
- Eingezahlt gesamt enthält das Startkapital.
Angenommen werden ein konstanter Zinssatz und keine Entnahmen. Steuern, Depotgebühren und Fondskosten sind nicht berücksichtigt.
Rechenbeispiele
1. ETF-Sparplan über 25 Jahre
Sie starten mit 5.000 €, sparen 200 € am Ende jedes Monats und rechnen mit durchschnittlich 6 % pro Jahr bei monatlicher Verzinsung. Nach 25 Jahren stehen 160.923,64 € auf dem Konto: 65.000,00 € haben Sie eingezahlt, 95.923,64 € sind Erträge. Der effektive Jahreszins liegt bei 6,17 %. Nach 10 Jahren waren es erst 41.872,85 € – der Großteil des Zuwachses entsteht am Ende. Bei 2 % Inflation entspricht das Endkapital rund 98.087,93 € heutiger Kaufkraft. Mit Einzahlung zum Monatsanfang wären es 161.616,64 €.
Wichtig: Ein ETF liefert keinen festen Zins. Die 6 % sind eine Annahme; tatsächliche Renditen schwanken und können auch negativ sein.
2. Festgeld: Wie viel bringt die Zinsperiode?
10.000 € zu 2,5 % für 5 Jahre, ohne weitere Einzahlungen:
| Zinsgutschrift | Endkapital | Effektiver Zins |
|---|---|---|
| Jährlich | 11.314,08 € | 2,50 % |
| Vierteljährlich | 11.327,08 € | 2,52 % |
| Monatlich | 11.330,01 € | 2,53 % |
3. Die 72er-Regel
72 geteilt durch den Zinssatz ergibt grob die Jahre bis zur Verdopplung. Bei 6 % sind das 72 ÷ 6 = 12 Jahre; der Rechner bestätigt, dass aus 1.000 € bei jährlicher Verzinsung nach 12 Jahren 2.012,20 € werden. Die Regel ist nur eine Faustformel und zwischen etwa 6 % und 10 % am genauesten.
Ergebnis richtig einordnen
Vergleichen Sie die Zinsen gesamt mit dem eingezahlten Betrag. Sobald die Zinsen Ihre Einzahlungen übersteigen, arbeitet vor allem der Zinseszinseffekt. Deshalb ist ein früher Start meist wichtiger als ein etwas höherer Zinssatz.
Das Ergebnis ist eine Modellrechnung. Tagesgeldzinsen ändern sich, Fondsrenditen schwanken, und Kosten wie die laufenden Fondskosten (TER) mindern den Ertrag. Kapitalerträge unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Abgeltungsteuer; bis zum Sparer-Pauschbetrag bleiben sie steuerfrei.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?
Beim einfachen Zins wird immer nur das ursprüngliche Kapital verzinst. Beim Zinseszins werden die gutgeschriebenen Zinsen mitverzinst, sodass das Guthaben mit jedem Jahr schneller wächst.
Berücksichtigt der Rechner Steuern und Kosten?
Nein, alle Werte sind vor Steuern und Kosten. Um diese grob einzubeziehen, können Sie den eingegebenen Zinssatz senken, etwa um die TER eines ETF.
Welche Rendite sollte ich für einen ETF-Sparplan ansetzen?
Eine garantierte Rendite gibt es nicht. Rechnen Sie mit einem vorsichtigen Durchschnittswert und vergleichen Sie ihn mit einem niedrigeren und einem höheren Szenario, um eine Bandbreite zu sehen.
Was bedeutet thesaurierend beim Zinseszins?
Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder an, statt sie auszuschütten. Genau das unterstellt der Rechner: Alle Erträge bleiben investiert und arbeiten weiter.
Warum erscheint eine Fehlermeldung, wenn Startkapital und Sparrate null sind?
Ohne Startkapital und ohne Sparrate gibt es nichts, was wachsen könnte – das Ergebnis wäre immer null. Geben Sie ein Startkapital, eine Sparrate oder beides ein.
Quellen
Dieser Rechner liefert unverbindliche Schätzungen zu Informationszwecken und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Tatsächliche Ergebnisse hängen von Zinsen, Kosten, Steuern und der Marktentwicklung ab.