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ROI-Rechner

Mit diesem ROI-Rechner sehen Sie, wie viel eine Investition im Verhältnis zu ihren Kosten eingebracht oder gekostet hat. Geben Sie den investierten Betrag, den Rückfluss und eventuelle Nebenkosten wie Ordergebühren, Ausgabeaufschlag oder Notarkosten ein. Sie erhalten den ROI in Prozent, den Nettogewinn in Euro, das Vielfache und – mit Angabe der Haltedauer – die Rendite pro Jahr.

Aktualisiert

Was Sie ursprünglich bezahlt haben

Endwert oder erhaltene Summe, inkl. Dividenden oder Mieten

Optional: Gebühren, Ausgabeaufschlag, Notar

Optional; zeigt die Rendite pro Jahr

So nutzen Sie den Rechner

  1. Investierter Betrag: was Sie ursprünglich bezahlt haben, etwa für Aktien, Fondsanteile, eine Maschine oder ein Projekt.
  2. Rückfluss: was die Investition am Ende wert ist oder eingebracht hat: Verkaufserlös, Depotwert oder der Rohertrag eines Projekts.
  3. Nebenkosten: optional. Ordergebühren, Ausgabeaufschlag, Depotgebühren, Makler- oder Notarkosten, Reparaturen.
  4. Haltedauer: optional, in Jahren (Dezimalzahlen möglich: 18 Monate = 1,5). Dann wird zusätzlich die annualisierte Rendite angezeigt.

So wird der ROI berechnet

Der Rechner bildet zuerst die Gesamtkosten und vergleicht sie dann mit dem Rückfluss:

  • Gesamtkosten = investierter Betrag + Nebenkosten
  • Nettogewinn = Rückfluss − Gesamtkosten
  • ROI = Nettogewinn ÷ Gesamtkosten × 100
  • Vielfaches = Rückfluss ÷ Gesamtkosten

Ein Vielfaches von 1,00 bedeutet: Sie haben genau Ihren Einsatz zurück. Bei 1,40 ist aus jedem Euro Kosten 1,40 € geworden. Ein negativer ROI bedeutet Verlust.

Der einfache ROI berücksichtigt die Zeit nicht. Die annualisierte Rendite schon: Sie ist der konstante Jahreszins mit Zinseszins, der die Gesamtkosten in der angegebenen Haltedauer in den Rückfluss verwandeln würde:

Rendite p. a. = Vielfaches^(1 ÷ Jahre) − 1

Das entspricht der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate und lässt sich mit dem Effektivzins von Tages- oder Festgeld vergleichen. Unterstellt wird eine einzige Einzahlung zu Beginn und eine Auszahlung am Ende; bei Zwischeneinzahlungen oder Entnahmen ist das Ergebnis nur eine Näherung. Steuern und Inflation sind nicht berücksichtigt.

Rechenbeispiele

1. Investition mit hohen Nebenkosten

Sie investieren 50.000 € und zahlen 3.000 € Nebenkosten. Nach 4 Jahren erhalten Sie 68.000 € zurück. Die Gesamtkosten betragen 53.000 €, der Nettogewinn 15.000,00 €, der ROI 28,30 % und das Vielfache 1,28. Pro Jahr entspricht das 6,43 %.

2. Gleicher ROI, andere Laufzeit

Aus 15.000 € werden 21.000 €: ROI 40,00 %, Nettogewinn 6.000,00 €, Vielfaches 1,40. Gelingt das in einem Jahr, sind es 40,00 % p. a.; dauert es 4 Jahre, nur noch 8,78 % p. a.

3. Eine Verlustposition

Sie kaufen Wertpapiere für 5.000 €, zahlen 50 € Gebühren und verkaufen nach anderthalb Jahren für 4.200 €. Der Nettogewinn ist −850,00 €, der ROI −16,83 %, das Vielfache 0,83 und die Rendite −11,56 % pro Jahr.

Ergebnis richtig einordnen

Vergleichen Sie Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit immer über die Rendite pro Jahr und stellen Sie sie einer risikoarmen Alternative gegenüber, etwa Festgeld oder Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit. Vorsicht bei sehr kurzen Zeiträumen: 15 % in einem halben Jahr ergeben hochgerechnet 32,25 % p. a. – ein Tempo, das selten anhält.

Der ROI sagt nichts über Risiko und Verfügbarkeit des Geldes aus. Außerdem ist er nominal: Ziehen Sie die Inflationsrate ab, erhalten Sie grob die reale Rendite.

Häufige Fragen

Was bedeutet ROI?

ROI steht für Return on Investment, auf Deutsch Kapitalrendite. Die Kennzahl zeigt in Prozent, wie viel Sie im Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln gewonnen oder verloren haben.

Was ist der Unterschied zwischen ROI und Rendite p. a.?

Der ROI ist der Gesamtgewinn oder -verlust über die ganze Haltedauer. Die Rendite pro Jahr rechnet ihn mit Zinseszins auf einen gleichwertigen Jahreszins um, damit Sie eine zweijährige mit einer fünfjährigen Anlage vergleichen können.

Was ist ein guter ROI?

Das hängt vom Risiko, von der Kapitalbindung und von den Alternativen ab. Liegt die Rendite pro Jahr nicht über einer sicheren Alternative, wurde das zusätzliche Risiko nicht belohnt.

Wie berechne ich den ROI einer Marketingkampagne?

Tragen Sie die Kampagnenkosten als investierten Betrag ein und als Rückfluss den Rohertrag, den die Kampagne zusätzlich gebracht hat – nicht den Umsatz. Mit dem Umsatz wäre der ROI zu hoch, weil Wareneinsatz und andere variable Kosten unberücksichtigt blieben.

Gehören Dividenden oder Mieten zum Rückfluss?

Ja. Addieren Sie alles, was die Investition ausgeschüttet hat, zum Endwert: Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen abzüglich laufender Kosten.

Sind Steuern berücksichtigt?

Nein. Das Ergebnis ist vor Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer und nicht inflationsbereinigt. Was Ihnen tatsächlich bleibt, ist in der Regel weniger.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale — Renditerechner: Aktien, Festgeld oder beides?
  2. Verbraucherzentrale — Fonds-Kostenrechner: Kosten und Erträge im Blick
  3. BaFin — Das kleine Einmaleins der Geldanlage
  4. Statistisches Bundesamt (Destatis) — Preise und Verbraucherpreisindex

Dieser Rechner liefert Schätzungen zu Informationszwecken und ist keine Anlage-, Finanz- oder Steuerberatung. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.