Wie viel Miete kann ich mir leisten?
Wie viel Miete Sie sich leisten können, beantwortet dieser Rechner mit der bekannten Drittel-Regel: Die Warmmiete sollte höchstens ein Drittel Ihres Nettoeinkommens betragen. Sie tragen Einkommen, Nebenkosten und laufende Kreditraten ein und sehen, welche Kaltmiete dazu passt. Mit der Kaltmiete einer konkreten Wohnung erhalten Sie zusätzlich Ihre Mietbelastung, eine Einschätzung und das nötige Einkommen.
Aktualisiert
Ergebnis
- Maximale WarmmieteEmpfohlene Kaltmiete plus Nebenkosten
- Anteil nach der Drittel-RegelWarmmiete im Verhältnis zum Nettoeinkommen
- Monatliches Einkommen
- Hinweis zum Einkommen
- Mietbelastung (Warmmiete)Warmmiete ÷ Einkommen; nur mit eingetragener Kaltmiete
- Belastung inkl. KreditratenWarmmiete plus Kreditraten ÷ Einkommen
- EinschätzungÜberbelastet ab mehr als 40 % (Eurostat)
- Spielraum zur EmpfehlungNegativ: so viel liegt die Kaltmiete über der Empfehlung
- Nötiges Nettoeinkommen pro MonatNach der Drittel-Regel: 3 × Warmmiete
- Nötiges Nettoeinkommen pro JahrNach der Drittel-Regel
| Regel | Quelle | Max. Kaltmiete | Anteil | Bezogen auf | Einkommen |
|---|
Die Ergebnisse sind Schätzungen. Die Methodik finden Sie weiter unten.
So nutzen Sie den Rechner
- Einkommen: Ihr Nettoeinkommen, also was nach Steuern und Sozialabgaben bleibt. Zu zweit: das gemeinsame Haushaltsnetto. Weihnachts- und Urlaubsgeld erfassen Sie über das Jahresnetto mit „jährlich“ (geteilt durch 12); vorsichtiger ist das übliche Monatsnetto.
- Brutto oder netto: Der Rechner rechnet nie zwischen brutto und netto um. Die Drittel-Regel bezieht sich auf netto. Bei brutto erscheint ein Hinweis, dass das Ergebnis zu hoch ausfällt.
- Kreditraten: monatliche Raten für Autokredit, Ratenkredit, Ratenkäufe oder die BAföG-Rückzahlung.
- Nebenkosten inkl. Heizung: die Differenz zwischen Warmmiete und Kaltmiete, also die Vorauszahlungen für Betriebs- und Heizkosten aus dem Exposé.
- Kaltmiete (optional): die Miete der Wohnung, die Sie im Blick haben, ohne Nebenkosten. Leer gelassen, sehen Sie nur Ihre Obergrenze.
So rechnet der Rechner
Die Empfehlung folgt der Drittel-Regel, einer Faustregel aus Mietratgebern wie ImmoScout24: Die Warmmiete sollte etwa ein Drittel des Nettoeinkommens ausmachen. Manche Ratgeber wenden sie auf die Kaltmiete an; dieser Rechner nimmt die Warmmiete, also den Betrag, den Sie tatsächlich überweisen.
maximale Kaltmiete = Nettoeinkommen ÷ 3 − Nebenkosten − Kreditraten
Der Abzug der Kreditraten ist eine vorsichtige Entscheidung dieses Rechners, keine offizielle Regel: Faustregeln gehen stillschweigend davon aus, dass keine weiteren festen Raten laufen. Ohne Kreditraten entspricht das Ergebnis genau der Drittel-Regel. Diesen Wert zeigt die erste Tabellenzeile, denn in der Tabelle werden Kreditraten nie abgezogen.
Die Tabelle stellt weitere Maßstäbe daneben:
- 30-Prozent-Regel: strengere Faustregel (VR-Banken, ImmoScout24), ebenfalls auf netto.
- 40er-Regel: Monatsmiete höchstens 1/40 des Bruttojahresgehalts, also 30 % des Bruttomonatsgehalts. Mit Nettoeinkommen fällt diese Zeile strenger aus als gemeint.
- Ø Mietbelastung 27,9 %: kein Grenzwert, sondern ein Durchschnitt aus dem Mikrozensus 2022, gemessen an der Bruttokaltmiete (ohne Heizung). Der Rechner wendet den Anteil vereinfacht auf die Kaltmiete an.
- Überbelastung (40 %): statistische Schwelle von Eurostat für Wohnkosten im Verhältnis zum verfügbaren Haushaltseinkommen.
Mit einer Kaltmiete berechnet der Rechner die Mietbelastung (Warmmiete ÷ Einkommen), die Belastung inklusive Kreditraten und das nach der Drittel-Regel nötige Einkommen (3 × Warmmiete). Die Einschätzung lautet „im Rahmen“, wenn die Kaltmiete die Empfehlung nicht übersteigt, „überbelastet“ bei einer Mietbelastung über 40 % und dazwischen „knapp“.
Nicht berücksichtigt sind Steuern, Wohngeld, Kaution, Maklerprovision, Mietpreisbremse, regionale Mietniveaus und die Haushaltsgröße.
Drei Beispiele
1. Single mit 2.300 € netto
Nebenkosten 220 €, keine Kredite. Empfohlen sind bis zu 546,67 € Kaltmiete, also 766,67 € warm. Eine Wohnung für 520 € kalt ergibt eine Mietbelastung von 32,2 %: im Rahmen, mit 26,67 € Spielraum. Nach der Drittel-Regel nötig wären 2.220 € netto im Monat.
2. Paar mit 4.600 € netto und Autokredit
Nebenkosten 300 €, Autokredit 250 €, Wunschwohnung 1.100 € kalt. Ohne Kredit erlaubt die Drittel-Regel 1.233,33 € kalt, mit der Kreditrate empfiehlt der Rechner 983,33 €. Die Wohnung liegt 116,67 € darüber: knapp. Die Mietbelastung beträgt 30,4 %, mit Kreditrate 35,9 %. Nach der Drittel-Regel genügen 4.200 € netto; eng wird es erst durch den Kredit.
3. 2.100 € netto, Wohnung zu teuer
Nebenkosten 230 €, Ratenkredit 100 €, Kaltmiete 650 €. Empfohlen wären 370 € kalt, ohne Kredit 470 €. Die Warmmiete von 880 € entspricht 41,9 % des Einkommens, mit Kreditrate 46,7 %: überbelastet. Für diese Wohnung bräuchte es nach der Drittel-Regel 2.640 € netto im Monat.
Ergebnis richtig lesen
„Im Rahmen“ heißt nicht, dass ein Vermieter Sie nimmt, „knapp“ nicht, dass Sie abgelehnt werden. Welchen Maßstab ein Vermieter anlegt, entscheidet er selbst; die Drittel-Regel ist eine Faustregel, kein Gesetz.
Je kleiner das Einkommen, desto schwerer ist das Drittel einzuhalten. ImmoScout24 weist darauf hin, dass Geringverdiener in Berlin, Hamburg und München oft die Hälfte ihres Nettoeinkommens für die Miete ausgeben. Auch in Südeuropa sind Wohnkosten ein Thema: Spaniens Gewerkschaften UGT und CCOO haben für den 11. November 2026 einen Generalstreik wegen der Wohnungskrise angekündigt, in Portugal sind für den 14. November Demonstrationen für bezahlbares Wohnen geplant.
Häufige Fragen
Gilt die Drittel-Regel für die Kalt- oder die Warmmiete?
Die Ratgeber sind uneinheitlich. ImmoScout24 bezieht das Drittel auf die Warmmiete, und auch die VR-Banken raten, auf die Warmmiete zu achten. Dieser Rechner nutzt deshalb die Warmmiete.
Rechne ich mit brutto oder netto?
Mit netto: Drittel-Regel und 30-Prozent-Regel beziehen sich auf das Nettoeinkommen. Nur die 40er-Regel nutzt das Bruttojahresgehalt. Beispiel: Bei 40.000 € brutto im Jahr ergibt sie eine Monatsmiete von höchstens 1.000 €.
Wie viel muss ich für 1.000 € Warmmiete verdienen?
Nach der Drittel-Regel 3.000 € netto im Monat, also 36.000 € im Jahr. Bei 750 € Kaltmiete und 250 € Nebenkosten liegt die Mietbelastung dann bei genau 33,3 %: noch „im Rahmen“.
Welche Unterlagen verlangt der Vermieter?
Der Musterfragebogen der Datenschutzaufsichtsbehörden (Stand Januar 2026) sieht drei Stufen vor: Bei der Besichtigung genügen Name und Kontaktdaten. Wollen Sie die Wohnung mieten, kann nach Arbeitgeber, Beruf und Nettoeinkommen gefragt werden. Einen Einkommensnachweis wie Gehaltsabrechnung, Kontoauszüge oder Steuerbescheid sowie eine Bonitätsauskunft über eine Auskunftei gibt es erst, wenn sich der Vermieter für Sie entschieden hat, direkt vor Vertragsabschluss.
Wie hoch ist die durchschnittliche Mietbelastung in Deutschland?
Laut Mikrozensus 2022 gaben Mieterhaushalte im Schnitt 27,9 % ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aus. Haushalte mit weniger als 1.500 € netto lagen bei 44,6 %, Haushalte ab 4.000 € bei 15,9 %.
Ab wann gilt ein Haushalt als überbelastet?
Nach der Eurostat-Definition, wenn die Wohnkosten mehr als 40 % des verfügbaren Haushaltseinkommens ausmachen, jeweils nach Abzug von Wohngeld. 2025 traf das laut Destatis auf 11 % der Bevölkerung zu. Der Rechner zieht kein Wohngeld ab; wer es bekommt, liegt tatsächlich etwas niedriger.
Quellen
- ImmoScout24 — Wie viel Miete kann ich mir leisten? (aktualisiert 27.10.2025)
- VR (Volksbanken Raiffeisenbanken) — Wie viel Miete kann ich mir leisten? 30-Prozent- und 40er-Regel
- Destatis — Mieten, Mietbelastung und Haushaltsnettoeinkommen (Mikrozensus 2022)
- Destatis — Pressemitteilung vom 15. Juli 2026 zur Wohnkostenbelastung (EU-SILC 2025)
- Datenschutzkonferenz — Musterfragebogen zur Selbstauskunft von Mietinteressent:innen (Stand Januar 2026)
Der Rechner liefert Faustregeln und statistische Vergleichswerte zu Informationszwecken, keine Finanzberatung. Ob Sie eine Wohnung bekommen, entscheidet allein der Vermieter.