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Dachflächenrechner

Mit diesem Dachflächenrechner ermitteln Sie aus den Grundmaßen Ihres Hauses und der Dachneigung die tatsächliche Dachfläche und die Zahl der Dachziegel. Sie geben Länge und Breite des Gebäudes, den Dachüberstand, die Dachneigung in Grad, den Stückbedarf pro m² und einen Zuschlag für Verschnitt ein. Das Ergebnis eignet sich, um Angebote von Dachdeckern einzuordnen und die Materialbestellung zu prüfen.

Aktualisiert

Einheiten

Außenwände, ohne Dachüberstand

Außenwände, ohne Dachüberstand

Außenwände, ohne Dachüberstand

Außenwände, ohne Dachüberstand

US-Angabe: 6 = 6/12

In Grad, gemessen zur Waagerechten

An Traufe und Ortgang

An Traufe und Ortgang

10 % beim Satteldach, mehr bei Walm, Kehlen und Gauben

Laut Datenblatt des Herstellers

Erweiterte Optionen

Nur für US-Bitumenschindeln

So nutzen Sie den Dachflächenrechner

  1. Lassen Sie das metrische System ausgewählt.
  2. Geben Sie Länge und Breite des Gebäudes ein, gemessen an den Außenwänden, ohne Dachüberstand.
  3. Geben Sie den Dachüberstand an Traufe und Ortgang ein.
  4. Geben Sie die Dachneigung in Grad ein. Sie steht in der Regel in der Bauzeichnung oder lässt sich am Sparren mit einem Neigungsmesser bestimmen.
  5. Tragen Sie den Bedarf in Stück pro m² ein. Voreingestellt sind 10, ein typischer Wert für großformatige Pfannen. Der genaue Wert steht im Datenblatt des Herstellers und hängt von der Lattweite ab.
  6. Passen Sie den Verschnitt an: 10 % sind voreingestellt, bei Walmdach, Kehlen und Gauben eher mehr.

So wird die Dachfläche berechnet

Der Rechner schlägt den Dachüberstand an allen vier Seiten auf und multipliziert die so entstandene Grundfläche mit einem Neigungsfaktor. Dieser rechnet die waagerechte Projektion in die tatsächliche Fläche der Dachflächen um:

  • Grundfläche mit Überstand = (Länge + 2 × Überstand) × (Breite + 2 × Überstand)
  • Neigungsfaktor = 1 ÷ cos(Dachneigung)
  • Dachfläche = Grundfläche × Neigungsfaktor
  • Dachziegel = Dachfläche × (1 + Verschnitt %) × Stück/m², aufgerundet

Haben alle Dachflächen dieselbe Neigung, gilt die Rechnung für Sattel- und Walmdach gleichermaßen. Bei unterschiedlichen Neigungen, etwa mit Krüppelwalm oder großen Gauben, rechnen Sie die Teile einzeln.

DachneigungNeigungsfaktor
22°1,079
30°1,155
35°1,221
40°1,305
45°1,414
50°1,556

Stückbedarf pro m²

Der Bedarf hängt stark vom Format ab. Einige Herstellerangaben: Die Frankfurter Pfanne von Braas, ein Betondachstein, benötigt 9,7 bis 10,7 Stück/m². Der Großfalzziegel Z10 liegt laut der Technikbroschüre von dachziegel.de bei 9,9 bis 11,8 Stück/m², ein Biberschwanzziegel im Format 18 × 38 cm dagegen bei 34 bis 39 Stück/m², ein kleiner Turmbiber von Braas sogar bei 64,4 bis 78.

Rechenbeispiele

Satteldach 12 × 9 m mit Frankfurter Pfanne

Dachüberstand 0,50 m, Dachneigung 40°, 10 % Verschnitt. Die Grundfläche mit Überstand misst 13 × 10 m; mit dem Faktor 1,305 ergibt sich eine Dachfläche von 169,7 m², mit Verschnitt 186,7 m². Bei 10 Stück/m² brauchen Sie 1.867 Dachsteine.

Dasselbe Dach mit Biberschwanz

Mit 36 Stück/m², einem Wert innerhalb der Herstellerspanne, steigt der Bedarf bei gleicher Fläche auf 6.721 Biberschwanzziegel.

Walmdach mit höherem Verschnitt

Als Walmdach mit Graten und 15 % Verschnitt sind 195,2 m² zu bestellen, bei 10 Stück/m² also 1.952 Dachsteine.

Was das Ergebnis nicht enthält

Gezählt werden die Flächenziegel. Firstziegel, Gratziegel, Ortgangziegel, Lüfter und Traufzubehör werden meist nach laufendem Meter bestellt. Lattung, Unterdeckbahn und Klammern kommen hinzu.

Jedes Modell hat eine Regeldachneigung, bei der Frankfurter Pfanne zum Beispiel 22°, beim Biberschwanz mindestens 30°. Liegt Ihr Dach darunter, verlangt das Regelwerk des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) Zusatzmaßnahmen wie ein Unterdach; mehr als 10° unter der Regeldachneigung ist auch mit wasserdichtem Unterdach nicht zulässig. Wechseln Sie auf eine schwerere Eindeckung oder ändern Sie den Dachstuhl, lassen Sie die Statik von einem Tragwerksplaner prüfen und klären Sie mit dem Bauamt, ob eine Genehmigung nötig ist.

Häufige Fragen

Wie viele Dachziegel brauche ich pro m²?

Bei großformatigen Pfannen und Großfalzziegeln etwa 10 bis 12 Stück, bei Biberschwanzziegeln je nach Format 34 bis über 40 Stück. Maßgeblich ist das Datenblatt Ihres Modells.

Wie rechne ich die Grundfläche in Dachfläche um?

Teilen Sie die Grundfläche einschließlich Dachüberstand durch den Kosinus der Dachneigung. Bei 40° ist der Faktor 1,305: Aus 130 m² Grundfläche werden 169,7 m² Dachfläche.

Wie viel Verschnitt sollte ich einplanen?

10 % sind ein guter Startwert für ein einfaches Satteldach. Bei Walmdach, Kehlen, Gauben oder vielen Durchdringungen planen Sie 15 % oder mehr ein.

Was ist der Unterschied zwischen Dachziegel und Dachstein?

Dachziegel bestehen aus gebranntem Ton, Dachsteine aus Beton. Die Frankfurter Pfanne ist ein Dachstein. Für den Rechner zählt nur der Stückbedarf pro m².

Muss ich zum Messen aufs Dach?

Nein. Grundmaße, Überstand und Dachneigung reichen. Arbeiten auf dem Dach ohne Absturzsicherung sind gefährlich; überlassen Sie das einem Dachdeckerfachbetrieb.

Quellen

  1. Braas (BMI Deutschland) — Frankfurter Pfanne, Produktdatenblatt
  2. Braas (BMI Deutschland) — Opal Turmbiber, Produktdatenblatt
  3. dachziegel.de — Bedachung nach Maß: Technische Informationen (Ausgabe 02/2026)
  4. Isocell — Unterschreitung der Regeldachneigung nach ZVDH-Regelwerk

Dieser Rechner liefert eine Materialschätzung. Prüfen Sie die Maße vor Ort, beachten Sie die Verlegeanleitung des Herstellers und die Fachregeln, und lassen Sie Eingriffe in den Dachstuhl von Fachleuten planen.