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Photovoltaik-Rechner

Mit diesem Photovoltaik-Rechner schätzen Sie, wie groß eine PV-Anlage sein muss, um Ihren Jahresstromverbrauch rechnerisch zu decken: Leistung in kWp, Zahl der Module und belegte Dachfläche. Grundlage sind Ihr Monatsverbrauch und der typische spezifische Ertrag an Ihrem Standort. Mit Strompreis und Anlagenpreis pro kWp zeigt der Rechner zusätzlich eine einfache Ersparnis und Amortisationszeit.

Aktualisiert

Jahresverbrauch laut Stromrechnung ÷ 12.

Nächstgelegene Stadt wählen.

Zum Beispiel der PVGIS-Wert für Ihr Dach.

Anteil des Jahresverbrauchs, den die Anlage erzeugen soll.

Optional, für die Ersparnis.

Erweiterte Optionen

Siehe Datenblatt des Moduls.

Optional, aus dem Angebot.

Anteil der Erzeugung (bis zum Jahresverbrauch), den Sie selbst verbrauchen.

Optional; leer = 0 €.

So nutzen Sie den Rechner

  1. Monatlicher Stromverbrauch: Jahresverbrauch laut Stromrechnung geteilt durch 12. Planen Sie eine Wärmepumpe oder ein E-Auto, rechnen Sie deren Verbrauch dazu.
  2. Standort: Wählen Sie die nächstgelegene Stadt. Kennen Sie den Ertrag Ihres Dachs, etwa aus PVGIS oder einem Angebot, wählen Sie Eigener Wert und tragen Sie ihn in kWh/kWp pro Jahr ein.
  3. Deckungsgrad: Welcher Anteil des Jahresverbrauchs erzeugt werden soll. 100 % heißt: Erzeugung und Verbrauch sind über das Jahr gleich groß.
  4. Modulleistung: die Nennleistung des geplanten Moduls, voreingestellt 450 W.
  5. Strompreis und Kosten pro kWp sind optional.
  6. Erweiterte Optionen: Modulfläche, Eigenverbrauchsanteil und Einspeisevergütung pro kWh (leer = 0 €).

So wird gerechnet

Entscheidend ist der spezifische Ertrag: wie viele kWh ein kWp Modulleistung pro Jahr liefert. Die Stadtwerte stammen aus PVGIS 5.3, dem Solarrechner der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, für eine Anlage mit optimaler Ausrichtung und Neigung und 14 % Systemverlusten:

StadtkWh/kWp pro Jahr
Hamburg980
Köln1.041
Berlin1.053
Leipzig1.081
Frankfurt am Main1.082
Freiburg im Breisgau1.124
Stuttgart1.129
München1.141
  • Benötigte Leistung = Monatsverbrauch × 12 × Deckungsgrad ÷ spezifischer Ertrag.
  • Module = Leistung ÷ Modulleistung, aufgerundet. Angezeigt wird die Leistung dieser ganzen Module.
  • Dachfläche = Module × Fläche pro Modul (Standard 2,0 m²).
  • Eigenverbrauch = Erzeugung, höchstens bis zum Jahresverbrauch, × Eigenverbrauchsanteil. Der Rest ist Netzeinspeisung.
  • Ersparnis pro Jahr = Eigenverbrauch × Strompreis + Netzeinspeisung × Einspeisevergütung.
  • Amortisation = Anlagenkosten ÷ jährliche Ersparnis.

Nicht berücksichtigt sind Moduldegradation, Strompreisentwicklung, Finanzierung und Speicher.

Beispiele

Haushalt in Frankfurt mit 300 kWh im Monat

Der Jahresverbrauch beträgt 3.600 kWh. Mit 450-W-Modulen ergeben sich 8 Module und 3,6 kWp, die rund 3.894 kWh im Jahr (325 kWh im Monat) erzeugen und 16 m² belegen. Bei angenommenen 0,35 €/kWh und 1.500 €/kWp zeigt der Rechner 1.260 € Ersparnis pro Jahr, 5.400 € Anlagenkosten und 4,3 Jahre Amortisation. Das gilt für 100 % Eigenverbrauch und ist eine Obergrenze. Mit angenommenen 30 % Eigenverbrauchsanteil und 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung fließen 2.814 kWh ins Netz, die Ersparnis sinkt auf 594,69 € und die Amortisation steigt auf 9,1 Jahre.

Gleicher Verbrauch, anderer Standort

StadtModulekWpkWh pro Jahr
Hamburg94,053.969
Berlin83,603.790
München83,604.107

Teildeckung und kleinere Module

In Berlin mit 350 kWh im Monat, 80 % Deckungsgrad und 1,8 m² pro Modul reichen 8 Module (3,6 kWp, 3.790 kWh im Jahr) auf 14,4 m².

Ergebnis richtig einordnen

Die Stadtwerte gelten für ein optimal ausgerichtetes, unverschattetes Dach. Ost-West-Dächer, flachere Neigung oder Verschattung liefern weniger; ermitteln Sie dann den Ertrag Ihrer Adresse mit PVGIS und nutzen Sie Eigener Wert. Mit 900 kWh/kWp bräuchten Sie für 3.600 kWh im Jahr 9 Module (4,05 kWp).

Eine PV-Anlage erzeugt vor allem mittags und im Sommer. Was Sie nicht direkt verbrauchen, fließt ins Netz und wird nur mit der Einspeisevergütung bezahlt, die deutlich unter dem Strompreis liegen kann. Die Ersparnis hängt deshalb stark vom Eigenverbrauch ab: Mit den voreingestellten 100 % zeigt der Rechner eine Obergrenze. Tragen Sie in den erweiterten Optionen Ihren geschätzten Eigenverbrauchsanteil und Ihre Vergütung ein, etwa aus dem Angebot Ihres Fachbetriebs.

Häufige Fragen

Wie viel kWp brauche ich für 3.600 kWh im Jahr?

Mit 450-W-Modulen zeigt der Rechner 4,05 kWp in Hamburg und 3,6 kWp in Berlin, Frankfurt oder München, also 8 bis 9 Module.

Wie viel Strom erzeugt ein Modul in Deutschland?

Ein 450-W-Modul liefert mit den Stadtwerten des Rechners rund 441 kWh im Jahr in Hamburg und 513 kWh in München, bei optimaler Ausrichtung.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Laut Bundesnetzagentur gelten für Anlagen auf Gebäuden bis 10 kW mit Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Das EEG 2023 ist bis Ende 2026 anwendbar, eine Nachfolgeregelung wird parlamentarisch beraten. Tragen Sie den für Ihre Anlage geltenden Satz in den erweiterten Optionen ein.

Wie viel Dachfläche braucht eine PV-Anlage?

Das hängt von Modulzahl und Modulgröße ab. Das Fraunhofer ISE rechnet als Beispiel mit 18 m² für zehn Module à 400 Wp. Tragen Sie die Fläche aus dem Datenblatt Ihres Moduls in den erweiterten Optionen ein.

Lohnt sich ein Speicher?

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber zusätzlich. Der Rechner bildet den Speicher nicht selbst ab; seinen Effekt können Sie über einen höheren Eigenverbrauchsanteil annähern. Lassen Sie sich Angebote mit und ohne Speicher rechnen und vergleichen Sie die Eigenverbrauchsquote.

Was bedeutet die Performance Ratio?

Sie beschreibt, welcher Anteil der theoretisch möglichen Erzeugung nach Verlusten durch Wärme, Kabel und Wechselrichter ankommt. Das Fraunhofer ISE nennt für Deutschland typische Werte von 80 bis 90 %. In den Stadtwerten dieses Rechners sind die Verluste bereits enthalten.

Quellen

  1. Bundesnetzagentur — EEG-Förderung und -Fördersätze (Photovoltaik)
  2. Fraunhofer ISE — Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (Fassung vom 20.8.2026, PDF)
  3. Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle — PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System)

Überschlägige Schätzung mit Standardwerten für optimal ausgerichtete Anlagen; sie ersetzt keine Planung durch einen Fachbetrieb und berücksichtigt keine Förderprogramme. Eigenverbrauchsanteil und Einspeisevergütung beruhen auf Ihren Angaben.