Überstunden Rechner
Mit diesem Überstunden Rechner ermitteln Sie, was Ihre Mehrarbeit brutto wert ist. Geben Sie Ihr Monatsgehalt und Ihre vertragliche Wochenarbeitszeit ein oder direkt Ihren Stundenlohn. In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Überstundenzuschlag: Der Rechner nutzt 25 % als Beispiel, den Sie durch den Satz aus Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag ersetzen, auch durch 0 %.
Aktualisiert
Ergebnis
- Stundenlohn
- Stundensatz mit Zuschlag
- Gesamt brutto
- Monatliche ArbeitsstundenWochenstunden × 52 ÷ 12, nur bei Monatsgehalt
Die Ergebnisse sind Schätzungen. Die Methodik finden Sie weiter unten.
So nutzen Sie den Rechner
- Wählen Sie Monatsgehalt (Standard) oder Stundenlohn.
- Tragen Sie Ihr Bruttomonatsgehalt und Ihre vertragliche Wochenarbeitszeit ein, zum Beispiel 40, 39 oder 38,5 Stunden.
- Geben Sie die Zahl der Überstunden ein, die vergütet werden sollen.
- Unter Erweiterte Optionen setzen Sie den Zuschlag aus Ihrem Vertrag. Bleibt das Feld leer, rechnet der Rechner mit 25 %; tragen Sie 0 ein, wenn Überstunden ohne Zuschlag bezahlt werden.
Sie sehen Ihren Stundenlohn, den Stundensatz mit Zuschlag, die Vergütung der Überstunden und die monatlichen Stunden, durch die das Gehalt geteilt wurde.
So wird gerechnet
- Monatliche Stunden = Wochenarbeitszeit × 52 ÷ 12, also Wochenstunden × 4,33. Bei 40 Stunden sind das 173,33 Stunden, bei 39 Stunden 169.
- Stundenlohn = Bruttomonatsgehalt ÷ monatliche Stunden.
- Stundensatz für Überstunden = Stundenlohn × (1 + Zuschlag).
- Überstundenvergütung = Überstunden × Stundensatz.
Was gilt rechtlich?
Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die Arbeitszeit, regelt aber nicht die Bezahlung. Werktäglich sind 8 Stunden erlaubt, bis zu 10 Stunden, wenn im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen 8 Stunden nicht überschritten werden. Ob Überstunden bezahlt, mit Freizeit ausgeglichen oder mit dem Gehalt abgegolten sind und ob ein Zuschlag gezahlt wird, steht im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung. Häufig werden Überstunden auf einem Arbeitszeitkonto gesammelt und durch Freizeitausgleich abgebaut.
Beispiele
1. Vollzeit mit 25 % Zuschlag
4.000 € brutto bei 40 Wochenstunden ergeben einen Stundenlohn von 23,08 € (173,33 Stunden im Monat). Mit 25 % Zuschlag kostet die Überstunde 28,85 €, zwölf Überstunden bringen 346,15 €.
2. Gleiches Gehalt ohne Zuschlag
Sieht der Vertrag keinen Zuschlag vor (0 %), werden die zwölf Stunden mit dem normalen Stundenlohn bezahlt: 276,92 €.
3. Tarifliche 39-Stunden-Woche
3.900 € bei 39 Stunden: 169 Stunden im Monat, Stundenlohn 23,08 €, mit 25 % Zuschlag 28,85 €. Zehn Überstunden ergeben 288,46 €.
| Stundenlohn | Zuschlag | Überstunden | Vergütung |
|---|---|---|---|
| 13,90 € | 25 % | 10 | 173,75 € |
| 20,00 € | 30 % | 8 | 208,00 € |
| 23,08 € | 0 % | 12 | 276,96 € |
Grenzen der Berechnung
Alle Beträge sind brutto, vor Lohnsteuer und Sozialabgaben. Der Rechner prüft nicht, ob Ihre Überstunden angeordnet oder geduldet waren, ob eine Klausel sie mit dem Gehalt abgilt oder ob Sie die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes überschreiten. Zuschläge für Nacht-, Sonntags- oder Feiertagsarbeit und Ausschlussfristen aus Tarifverträgen sind nicht berücksichtigt. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, Ihr Tarifvertrag und Ihre Gehaltsabrechnung.
Häufige Fragen
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
Nein. Kein Gesetz schreibt in Deutschland einen allgemeinen Zuschlag für Überstunden vor. Zuschläge ergeben sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung. Deshalb ist der Zuschlag im Rechner frei einstellbar.
Wie berechne ich meinen Stundenlohn für Überstunden?
Teilen Sie Ihr Bruttomonatsgehalt durch die monatlichen Stunden (Wochenstunden × 4,33). Bei 4.000 € und 40 Stunden sind das 23,08 € pro Stunde; mit 25 % Zuschlag 28,85 €.
Muss mein Arbeitgeber Überstunden überhaupt bezahlen?
Das hängt vom Vertrag ab. Überstunden können bezahlt, durch Freizeitausgleich abgegolten oder in einem Arbeitszeitkonto gesammelt werden. Ob eine Klausel, nach der Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, wirksam ist, ist eine Frage des Einzelfalls; klären Sie das mit Betriebsrat, Gewerkschaft oder einer Fachanwältin für Arbeitsrecht.
Freizeitausgleich oder Auszahlung: was zeigt der Rechner?
Der Rechner zeigt den Geldwert der Überstunden. Beim Freizeitausgleich erhalten Sie stattdessen bezahlte freie Zeit, oft über ein Arbeitszeitkonto. Ob dabei auch der Zuschlag in Zeit gewährt wird, etwa 1,25 Stunden frei für eine Überstunde bei 25 % Zuschlag, legt Ihr Vertrag oder Tarifvertrag fest.
Wie viele Überstunden sind erlaubt?
Das Arbeitszeitgesetz erlaubt werktäglich 8 Stunden, höchstens 10, wenn im Schnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen 8 Stunden pro Werktag eingehalten werden. Tarifverträge können abweichende Regelungen treffen.
Gilt der Mindestlohn auch für Überstunden?
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2026 13,90 € brutto pro Stunde und steigt 2027 auf 14,60 €. Bei 13,90 € und 25 % Zuschlag bringen zehn Überstunden 173,75 €.
Quellen
Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Brutto-Schätzung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung.