Leasingrechner
Mit diesem Leasingrechner schätzen Sie die monatliche Leasingrate für ein Auto, bevor Sie Angebote vergleichen. Geben Sie Fahrzeugpreis, Leasingsonderzahlung, kalkulierten Restwert, Laufzeit und Zinssatz ein, optional auch eine monatliche Servicerate für Wartung oder Versicherung. Sie sehen, welcher Teil der Rate den Wertverlust bezahlt, welcher die Zinsen, und was das Leasing insgesamt kostet.
Aktualisiert
Ergebnis
- Wertverlust pro Monat(Preis − Sonderzahlung − Restwert) ÷ Monate
- Zinsanteil pro Monat (Durchschnitt)
- Servicerate
- RestwertKalkulierter Wert am Vertragsende
- GesamtkostenAlle Raten + Sonderzahlung
- Finanzierter BetragFahrzeugpreis − Sonderzahlung
Die Ergebnisse sind Schätzungen. Die Methodik finden Sie weiter unten.
So nutzen Sie den Rechner
- Fahrzeugpreis: der Preis, auf dem das Angebot basiert.
- Sonderzahlung: die Leasingsonderzahlung oder Anzahlung bei Vertragsbeginn; 0, wenn keine vereinbart ist.
- Restwert: der kalkulierte Wert am Vertragsende in Prozent des Fahrzeugpreises.
- Laufzeit (Monate): die Zahl der Monatsraten.
- Zinssatz: der Sollzins pro Jahr aus dem Angebot.
- Servicerate pro Monat: Wartung, Verschleiß, Versicherung oder andere Leistungen, die in der Rate enthalten sind.
So rechnet der Leasingrechner
Der Rechner behandelt das Leasing wie eine Finanzierung mit Restwert: Sie zahlen den Wertverlust während der Laufzeit und Zinsen auf das gebundene Kapital, der Restwert bleibt am Ende stehen. Mit K = Fahrzeugpreis − Sonderzahlung, R = Restwert, i = Jahreszins ÷ 12 und n = Monate gilt:
Rate = (K − R ÷ (1 + i)^n) × i ÷ (1 − (1 + i)^−n)
Gezahlt wird jeweils am Monatsende. Das Ergebnis zeigt den durchschnittlichen Wertverlust (K − R) ÷ n, den durchschnittlichen Zinsanteil und die Servicerate. Gesamtkosten sind alle Raten plus Sonderzahlung, ohne Überführung, Zulassung oder Abrechnung bei Rückgabe.
Leasingfaktor
Der ADAC beschreibt den Leasingfaktor als Kennzahl: Ein Faktor von 1 bedeutet, dass die Monatsrate 1 % des Listenpreises ohne Rabatte beträgt, also Leasingfaktor = Rate ÷ Listenpreis × 100. Als grobe Orientierung nennt er Werte unter 0,7 sehr günstig, 0,7 bis 0,85 günstig und 0,85 bis 1,2 marktüblich bis gut. Laufzeit, Kilometer, Sonderzahlung und Restwert müssen dabei vergleichbar sein.
Kilometerleasing und Restwertleasing
- Kilometerleasing: Sie vereinbaren eine Laufleistung. Bei Rückgabe werden Mehrkilometer nachberechnet und Minderkilometer erstattet, meist zu unterschiedlichen Sätzen. Den Restwert kalkuliert der Leasinggeber intern.
- Restwertleasing: Der Restwert steht im Vertrag. Liegt der von einem Gutachter ermittelte Wert bei Rückgabe darunter, zahlen Sie die Differenz. Nach § 506 BGB gelten für solche Verträge, bei denen Sie für einen bestimmten Wert des Fahrzeugs einstehen, die Regeln für Verbraucherkredite entsprechend.
Beispiele
1. Auto für 40.000 € ohne Sonderzahlung
Restwert 55 % (22.000 €), 36 Monate, 4,9 % Zins. Die Rate beträgt 628,50 €: 500,00 € Wertverlust und 128,50 € Zinsanteil. Insgesamt zahlen Sie 22.626,06 €. Ist der Fahrzeugpreis zugleich der Listenpreis, liegt der Leasingfaktor bei 1,57.
2. Mit 4.000 € Sonderzahlung
Die Rate sinkt auf 508,80 €, die Gesamtkosten auf 22.316,71 €. Der Leasingfaktor aus der Rate allein beträgt 1,27; verteilt man die Sonderzahlung auf die 36 Monate, sind es 1,55. Für einen fairen Vergleich sollten Sie die Sonderzahlung immer einrechnen.
3. Einfluss des Restwerts
| Restwert | Monatsrate | Gesamtkosten | Leasingfaktor |
|---|---|---|---|
| 45 % (18.000 €) | 731,87 € | 26.347,41 € | 1,83 |
| 55 % (22.000 €) | 628,50 € | 22.626,06 € | 1,57 |
| 60 % (24.000 €) | 576,82 € | 20.765,39 € | 1,44 |
Mit einer Servicerate von 80 € im Monat steigt die Rate aus Beispiel 1 auf 708,50 €.
So lesen Sie das Ergebnis
Ein hoher Restwert senkt die Rate. Beim Restwertleasing erhöht er aber das Risiko einer Nachzahlung, wenn das Auto bei Rückgabe weniger wert ist. Vergleichen Sie Angebote mit gleicher Laufzeit und Laufleistung, über Gesamtkosten und Leasingfaktor inklusive Sonderzahlung, und prüfen Sie die Sätze für Mehrkilometer sowie die Regeln für Schäden bei Rückgabe.
Häufige Fragen
Was ist ein guter Leasingfaktor?
Nach der Einordnung des ADAC gelten Werte unter 0,7 als sehr günstig und 0,85 bis 1,2 als marktüblich bis gut; ab 1,2 lohnt der Vergleich mit anderen Angeboten. Der Faktor allein sagt aber nichts über Laufzeit, Kilometer oder Restwert aus.
Kilometerleasing oder Restwertleasing?
Beim Kilometerleasing kennen Sie Ihr Risiko vorab: Es hängt an den gefahrenen Kilometern und am Zustand des Autos. Beim Restwertleasing tragen Sie zusätzlich das Risiko, dass das Auto bei Rückgabe weniger wert ist als kalkuliert. Kilometerleasing gilt als die häufigste Variante.
Lohnt sich eine hohe Sonderzahlung?
Sie senkt die Rate, aber nicht unbedingt die Gesamtkosten: In Beispiel 2 sparen 4.000 € Sonderzahlung insgesamt 309,35 €. Ist das Auto vorzeitig weg, etwa nach einem Totalschaden, regelt der Vertrag, was mit der Sonderzahlung passiert.
Was passiert mit Mehrkilometern?
Beim Kilometerleasing werden Mehr- und Minderkilometer am Ende der Laufzeit bei Rückgabe abgerechnet. Mehrkilometer kosten meist mehr, als Minderkilometer erstattet werden. Schätzen Sie Ihre Jahresfahrleistung deshalb realistisch.
Kann ich das Auto am Ende kaufen?
Nur wenn der Vertrag oder der Leasinggeber das anbietet. Der Restwert aus dem Rechner ist dafür ein Anhaltspunkt, der Kaufpreis wird aber vom Leasinggeber festgelegt.
Quellen
Unverbindliche Beispielrechnung, keine Finanz- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind Angebot, Leasingvertrag und Rückgabebedingungen des Leasinggebers.